Dahinter...

Ihr Gastgeber MARTIN und der Naturhof HOJOUTZ
... eine etwas längere Geschichte, aber vielleicht doch interessant:

34 Jahre war ich selbständiger Kaufmann. Mit nichts habe ich im Jahr 1966 im Kabinett bei den Eltern begonnen, neben dem Studium einen Betrieb aufzubauen. Später hatte ich bis zu 50 Angestellte (die längste Zeit 20-30). Bei den Produkten drehte sich (fast) alles um Wasser (von der Wassersuche und Brunnenschlagen, dem Verkauf von Pumpen über die Beregnung, die technische Wasseraufbereitung bis zu Schwimmbädern und Whirlpools) - aber zwischendurch verkauften wir auch andere Produktgruppen wie Motorgeräte und Werkzeuge. Doch danach konnte ich mir einen Jugendtraum erfüllen.

Nach Jahren fast "weltweiter" Suche (beginnend in Irland über Kanada (British Columbia), Kalifornien, Ungarn, Slowenien, aber auch in Österreich) fand ich im Jahr 2000 meinen Traumbauernhof:

HOJOUTZ mit folgendem Basisbestand:
5 ha Wiese, 7 ha Wald, eigene Quelle, alte Streuobstwiesen, alte Gebäude (noch nicht desolat), alles arondiert, fern von jedem Strassenverkehr und vor allem: sicher noch nie mit Kunstdünger oder chemischen "Pflanzenschutzmitteln" behandelt! Genau der richtige Platz für einen ruhigen Lebensabend.
Um diese gute Basis zu verbessern war allerdings noch einiges zu erledigen:
Als erstes wurde ein eigener Bade- und Fischteich in der Größe von 1000 m2 angelegt (gespeist mit eigenem Quellwasser).
Danach wurde entlang der 150 m Zufahrt zum Haupthaus eine einseitige Reihe von Obstbäumen gepflanzt (von denen allerdings einige bald den Wühlmäusen zum Opfer fielen - sind in der Zwischenzeit zum Großteil wieder nachgesetzt).
Der nächste Schritt war dann sehr groß: Adaptierung und Sanierung der vorhandenen Gebäude und Außenanlagen wie z.B.: Drainage aller Gebäudeteile, Errichtung eines Regenwasserkanals, Erneuerung bzw. Sanierung aller Fußböden im Haupthaus, Erneuerung aller Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallationen mit Errichtung einer Hackschnitzelzentralheitzung, Gestaltung (zum Teil Pflasterung) des Hofbereichs mit großem Sitzplatz und großer Feuerschale, Anlage eines Hausgartens ...
... und nicht zu vergessen: Umbau der vorhandenen 4 Gästezimmer in 2 Studios mit je einem Schlafzimmer, einem Wohnzimmer und einem großzügigen Badezimmer mit Dampfdusche.

... und dann im Herbst 2002 als Zeichen, dass die Doppelbelastung Firma in Wien und Umbau auf Hojoutz vielleicht doch zu viel war: Schlaganfall mit Intensivstation in Klagenfurt, langer Rekonvaleszenszeit und einigen epileptischen Anfällen als Nebenerscheinung.

Um nicht etwas Ähnliches in Zukunft zu erleben habe ich dann Ende 2003 die Firmenleitung in Wien meinem ältesten Sohn übergeben und bin seither nur mehr Kärntner Bergbauer, der sich nur mehr um den Hof, die Tiere und Pflanzen und natürlich um die immer zahlreicher werdende Gästeschar, die - wie ich - den Luxus der Natur auf Hojoutz genießen will, kümmert. Das bedeutet allerdings nicht, daß auf Hojoutz in der Zwischenzeit nichts weitergegangen ist.

So wurde in den Jahren die vorhandene Senkgrube zu einer biologischen Abwasseranlage umgebaut, ein Wirtschaftsgebäude und Stallgebäude für die Schafe errichtet, ein kleiner Weingarten (vorerst nur 18 Weinstöcke) angelegt und natürlich alle Maschinen und Geräte für die Bewirtschaftung des kleinen Betriebes angeschafft.
Seit Dezember 2014 ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kVA auf dem Stallgebäude in Betrieb.

Somit ist der Bio-Naturhof bereits ziemlich autark:
Wasserversorgung:Eigene gefasste Quelle mit Drucksteigerungsanlage vorhanden
Abwasserentsorgung:  Biologische Anlage vorhanden
Energie:Heizmaterial aus dem eigenen Wald, 2014 wurden weitere 4 ha Wald (fast direkt angrenzend) dazugekauft
Durch Photovoltaikanlage wird letzten Endes mehr Strom erzeugt, als selbst verbraucht wird (der Rest wird ins Netz eingespeist)
Lebensmittel:Fleisch von Lämmern, Eier von Hühnern, ...
Auf 5 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche könnte genug Obst, Gemüse geerntet werden


...und Pläne für die nächste und fernere Zukunft gibt es natürlich auch:

Um den Betrieb zukunftssicherer zu machen, soll die Vermietung an Gäste erweitert werden (Einreichpläne für einen Ausbau der Übernachtungsmöglichkeiten sind im Entstehen).

Und seit vielen Monaten beschäftige ich mich mit einem ganz großem Projekt:
Mit 70 Jahren weiss ich natürlich nicht, wie lange ich wie bisher alleine am Hof wirtschaften kann.

Um den Luxus der Natur und die vorhandenen Gegebenheiten besser nützen zu können, suche ich Gleichgesinnte für den Aufbau einer Gemeinschaft von Mitbesitzern, Mitbewohnern, Mitbetreibern und Mitgenießern für ein gemeinsames Leben auf Hojoutz mit dem Ziel einer möglichst weitgehenden Selbstversorgung durch naturnahe Bewirtschaftung.

An alle, die sich vorstellen können mitzumachen (oder jemand kennen, den das interessieren könnte):
Reden wir darüber!
Oder füllen Sie den unverbindlichen Fragebogen (hier klicken) aus.